grenzenlos

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Stop looking, start living - weil der Horizont erst der Anfang ist.

In ein paar Stunden geht das 2017 zu Ende. In ein paar Monaten bin ich ein Jahr älter. Und irgendwann wird es meinen Körper nicht mehr geben. 

Der Körper hat seine physischen Grenzen. Mit dem müssen wir uns abfinden. 

Was uns auch täglich in die Schranken weist, ob bewusst oder unbewusst, sind auch unsere „Köpfe“. 

Aber der Kopf ist doch rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können, meint Tolstoi. Oder mein Ex-Chef bei Swissair „The sky is the limit.“

Fragen, die wir uns immer wieder, nicht nur an Silvester, stellen dürfen, lassen diese starren Grenzen mehr und mehr weicher werden: Wo ist mein Horizont? Was sehe ich da und drüber hinaus? Für was möchte ich mehr leben? Wieso bin ich hier und was werden meine Handlungen zum Grösseren Ganzen beitragen?

Diese Fragen erweitern meinen Horizont, verändern meine Perspektive und lassen mich bestenfalls erkennen, dass der Yoga nicht hier ist, um dich zu befreien, sondern die Befreiung meiner Grenzen in mir liegt.

Die innere Praxis des Yoga ist Selbstbefragung. Die Äussere ist, die Antworten darauf zu lieben und zu leben. Über den Tellerrand hinweg zu schauen. Denn, was du siehst, ist was du bekommst.

Wieso nicht jetzt?

Stop looking - start living, denn der Horizont ist erst der Anfang. Und der ist grenzenlos.

Happy new year euch allen!

Was ist dein Ziel?

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Das Ziel des Yoga

„Wieso übst du Yoga?“ 

Fragst du dies dich regelmässig und immer wieder? 

Sehr oft schultern wir nämlich nach der Arbeit mechanisch die Yogamatte, satteln das Bike und sind dann mal kurz „im Yoga!“. Oder wir stehen am Morgen auf, üben Kriyas, Pranayama und eine „kurze Session“. 

Aber wieso?

Weil es gut tut.

Was genau tut denn gut? 

Wenn wir dieser Frage nachgehen, gibt es so viele Antworten, wie es Menschen gibt. Und doch gibt es einen gemeinsamen Nenner...

Was meinst du?

Schreibe mir auf info@yogagrenzenlos.com wenn du Lust hast, dies mit mir zu teilen.

Herzlichst,

Kinga

Träume erfüllen

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Wie laaange wollte ich schon...

... einmal wieder in den Norden? Wieder einmal mit meinen Kinder ans Meer fahren? Sand „unter meinen Händen“ spüren ... wie lange schon?

Endlich habe ich mir einen lang ersehnten Traum erfüllt: den Jahreswechsel im Norden erleben. 

Am 26. Dezember stieg ich mit Kind & Kegel abends um 20 Uhr in den Flixbus und wir schaukelten eingebüchst auf der hintersten Sitzbank 12 Stunden nach Hamburg. Eine Freundin holte uns, zerknittert wie wir waren am Busbahnhof ab und wir weiter ging‘s Richtung Norden: in unser Häuschen am Strand von Sylt.

Wie befreiend sich dies Erfüllen eines Traumes anfühlt. Viele(s) sprach(en) dagegen: zu nah für die einen, zu weit für die anderen; zu kalt, zu wenig „mediterran“, zu ... für mich und die Kids ein unvergessliches Abenteuer.

Ich wünsche dir auf das neue Jahr, dass du den Mut und die Spontaneität aufbringst - auch wenn vermeintlich vieles dagegen spricht - etwas zu tun, für das dein Blut schon lange in Wallung gerät, für das du beim Gedanken daran Gänsehaut bekommst, für das dein Herz schon lange pocht... einfach tust. Etwas tust, was du schon laaaaange wolltest! 

(Denn schlussendlich war die Zeit da, das Wetter mit den passenden Klamotten traumhaft, die 20 Stundenreise machbar und rote Spaghetti gibt es auch auf Sylt. Dass ich im Severins noch Privatlektionen geben konnte und wir am 1. Januar, bevor die Elbphilharmonie überhaupt ihre Tore öffnete, noch eine Gratisführung durch den Lieblings-Giganten meiner Lieblings-Archis bekamen, hat die Reise „eine Reise wert“ gemacht.)

Welchen Weg wählen

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Eure Herzen kennen die Geheimnisse

An dieser Wegkreuzung stehe ich. Gut im Entscheiden war ich noch nie. Neuseeland klingt gut, aber Argentinien und Schweden wollte ich auch schon lange mal näher kennen lernen...

Nun stehe ich da, vor einer Wegkreuzung, auf deren Schilder keine Ländernamen, sondern Lebensfragen stehen und weiss, dass ich mich zum ersten Mal seit Gedenken nicht im herkömmlichen Sinn entscheiden möchte. Entscheidungen habe ich allzu oft von meinem Verstand leiten lassen und nicht allzu wenig konnten mir die Wege, die ich dadurch begangen habe, nicht wirklich ein Gefühl von „da bin ich zu Hause“ bescheren.

„Eure Herzen kennen im Stillen die Geheimnisse der Tage und Nächte. Aber eure Ohren dürsten nach den Klängen des Wissens in euren Herzen. Ihr wollt in Worten wissen, was ihr in Gedanken immer gewusst habt. Ihr wollt mit den Händen den nackten Körper eurer Träume berühren. Und das ist gut so. Die verborgene Quelle eurer Seele muss unbedingt emporsteigen und murmelnd zum Meer fliessen; und der Schatz eurer unendlichen Tiefen möchte euren Augen offenbart werden. Aber wiegt den unbekannten Schatz nicht mit Waagschalen. Und erforscht die Tiefen eures Wissens nicht mit Messstock oder Senkschnur. Denn das Ich ist ein Meer, grenzenlos und unermesslich. Sagt nicht: „Ich habe die Wahrheit gefunden“, sondern lieber: „Ich habe eine Wahrheit gefunden.“ Denn die Seele wandelt auf allen Pfaden.“ (Khalil Gibran).

Vom Herzen möchte ich mich weiterhin führen lassen. Denn seit geraumer Zeit dürstet mein Herz nach Erhört-Werden. Es pocht sanft und dann wieder heftig; klopft an, wartet. Ein süsser, manchmal aber auch aufwiegender Schmerz begleitet mich durch die Tage und die Nächte. Ein aufweckender Schmerz, der mich immer wieder mit einer entscheidenden Frage konfrontiert: „Wer bist du? Wieso bist du hier? Für was lebst du?“

Ein paar der heiligsten Städte in Indien siedelten sich an den kurvenreichsten Wegbiegungen und nicht an Autobahnstrecken erinnernde, geraden Verläufen, an. Vielleicht ein Symbol dafür, dass diese Momente, wo das Leben nicht mehr „geradeaus“ verläuft, wo wir an einer Wegkreuzung stehen und es viele Abzweigungen gibt, die heiligsten Momente im Leben sind. 

Momente, in denen man sich endlich mal (wieder), ohne Erwartungen an Richtig oder Falsch, fragen darf: „Welchen Weg wählt mein Herz?“

I am so thankful

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I am so thankful to all the teachers who taught me to teach Yoga, who shared their thorough knowledge about "what is Yoga?" in order to let me do a job for which my heart beats each day. A job that I do with deep passion and from my deepest within. 

Thank you! You "kicked me" onto the mat in front of the "me's", the pupils, where I was shivering for a loooong long time… You believed in me, when I sometimes had my doubts. You were always there with an exercise, a word or simply a gaze.

Still I am touched each time when sitting on the mat "in front" in humbleness. Since you let me experience that sharing is loving is connecting is Yoga.

Das Entfalten der Weiblichkeit

„Der äussere Körper ist das, was uns...“

„... schützt und uns Form verleiht. Der innere Körper jedoch ist der Teil, der parat ist und uns wahre Kraft verleiht und diese auch auf einzigartige Weise ausdrückt.“ Danke, Angela Farmer, die du 15 Jahre oder länger dich mit den exakten Asana-Alignments in Indien auseinander gesetzt hast und am Ende rekapitulierend dir selber gestanden hast: „Das hat mich keinen Schritt weiter gebracht.“ Wow!

Wenn wir unsere Praxis vom „inneren Körper“, vom Atem, vom Leben/Prana/Chi/Wasimmer, was in uns ist, führen lassen,  beginnt der äussere Körper mit all seinen Verhärtungen und Verspannungen (körperlicher und emotionaler Art) langsam „Risse“ zu bekommen und kann so langsam „abfallen“, wie verdorrte alte Herbstblätter... 

So kann sich unsere eigene, einzigartige innere Kraft manifestieren, ausdrücken und gelebt werden. 

Und klingt dies nicht „stressfrei“, wenn ich nicht etwas von Aussen aufgesetztes, sondern Meines leben darf?

Es ist Sonntagmorgen, alle schlafen noch, sogar unser Hund Mailo. Vielleicht bist du auch wach und möchtest mit mir zusammen nochmals diese inspirierende Doku von Angela Farmer schauen:

The feminine unfolding

Blumig,
Kinga

Balance is called Yoga

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„Do your work without attachment and with being balanced in success or failure. Balance is called Yoga.“ (aus der Bhagavad Ghita)

Vorgestern habe ich den ganzen Tag in einer Reithalle verbracht. Manuel Jorge de Oliveira unterrichtete 10 Reitschülerinnen. Oder ihre Pferde?

In der Halle war es gefühlte 40 C und kein Windzug streichelte mir durch‘s Haar. Aber ich verharrte, denn irgend etwas liess mich wie angewurzelt stehen bleiben und zuschauen, zuschauen, zuschauen.

Eine liebevolle, glasklare Präsenz, die bis in die Haarspitzen ging, lag in der Luft. Manuel fühlte in jede Zelle des Pferdes hinein. Er war das Pferd. Und er wollte es in die Balance bringen. Mit jedem Schritt. Mit jedem Atemzug. Er richtete den Körper unter der Reiterin aus, so dass Ausgleich zwischen Pferd & Reiter entstehen konnte.

Manuel mobilisierte und „öffnete“ die Seite des Pferdes, die „anders“ war, die nach Weite lechzte, damit das Tier in seine Mitte kam und mit ihm der Reiter. „There is no good and no bad side of the horse. Left and right is just different.“ Keine Bewertungen fielen an diesem Tag - weder über das Pferd noch über den Reiter. Alle durften sich frei fühlen.

Das Pferd war der Körper, der „sprach“ und der Reiter war der Geist, der idealerweise frei war von Konzepten, Anhaftungen, von Altem, Gelerntem und Aengsten. Der „Kopf“ auf dem Tier wurde aufgefordert, den Körper unter ihm zu verstehen und dementsprechend in die Balance zu bringen, damit Reiten möglich wurde. Damit Energie fliessen konnte. Damit Leben sich entfalten konnte.

Ein unvergesslicher Tag, der mir einmal mehr zu verstehen gab, dass alles in uns angelegt ist, dass der Weg eigentlich absolut simpel ist, er nur auf das mutige Begehen wartet. 

Hinhorchen. Ohne Bewertungen. Anhaftungen loslassen. Mitgehen.

So dass klare Kommunikation, Zusammenleben, Weite, Leichtigkeit und schlussendlich Balance und Einheit wieder entstehen kann.